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Montag, 2022-08-08

Entwicklung neuer Methoden zur schnellen Akquisition hochaufgelöster MRT-Daten

Bewegung des Fußgelenkes

Die Bildgebung von sich in Bewegung befindlichen Körperteilen und Organen mit Hilfe der Magnetresonanztomographie stellt auch heute noch höchste Ansprüche an Sequenz- und Messtechnik. In der Praxis werden oftmals zeitaufwändige und von Probanden und Patienten häufig als unangenehm empfundene Verfahren eingesetzt, bei denen bestimmte Bewegungsabläufe beispielsweise durch Luftanhalten oder Einfrieren eines Bewegungsablaufes für die Zeitdauer der Datenakquisition unterbrochen bzw. fixiert werden. Besonders die Bildgebung im Bauch- und Brustbereich sowie die Visualisierung von fließenden Gelenkbewegungen sind hier von der Kooperationsfähigkeit und dem Durchhaltevermögen der Probanden oder Patienten abhängig und daher oft eingeschränkt. Konventionelle magnetresonanztomographische Messverfahren sind zudem anfällig gegenüber kleinsten, während der Messung auftretenden Bewegungen. Das Resultat sind in der Regel starke Bildartefakte, die eine Interpretation der gewonnenen Bilddaten erschweren bzw. unmöglich machen.


Schlangendes Herz in kurzer Achse

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung neuer Methoden zur schnellen Akquisition von räumlich hochaufgelösten MRT-Bilddaten. Mittels neuartiger Strategien zur Aufnahme, Reduktion und Verarbeitung der Messdaten soll die Akquisition eines Bildes so weit beschleunigt werden, dass eine zeitliche Auflösung erreicht wird, die ein Einfrieren von Bewegungsabläufen oder ein langes Anhalten der Luft von Seiten der Patienten unnötig machen. Neben der Visualisierung von fließenden Gelenkbewegungen (z.B. Fuß- und Kiefergelenke) steht im Rahmen des Projektes auch die Bildgebung von inneren Organen im Vordergrund. Diese befinden sich, hervorgerufen durch die Atmung oder eine entsprechende Eigendynamik (z.B. Herzschlag), in kontinuierlicher Bewegung und stellen so eine besondere Herausforderung dar. 



Bewerbungen auf Forschungspraktika oder Abschlussarbeiten sind jederzeit willkommen. Bitte schicken Sie Ihr Bewerbungsschreiben und einen Lebenslauf an Prof. Jürgen Reichenbach.
Bewerber sollten herausragende Leistungen vorweisen können und bereit sein, mit vollem Engagement das Forschungsprojekt zum Erfolg zu führen.


Zuletzt geändert: 20.03.2013 (13:08)